Das Demokratiemobil bei der Stadtteilwoche – löschen, bevor’s brennt!

„Ach, Politik ist immer so ’ne schwierige Sache, da kann ich eigentlich gar nichts dazu sagen…“ So fangen lange Gespräche über Demokratie oft an. Auch bei der diesjährigen Stadtteilwoche in Berg am Laim (vom 21. bis zum 27. Juni) ist das nicht anders, die Berührungsängste mit politischen Themen, auch wenn sie nicht parteipolitisch sind, ist meistens erstmal sehr groß. Deshalb war wohl auch unsere Neuauflage der DEMOKRATIeSCHE (organisiert durch die Münchner VHS Ost) bei der Kulturdult (am 24. Juni) im Rahmen Stadtteilwoche noch nicht der durchschlagende Erfolg… Viele fühlen sich vielleicht erst einmal nicht qualifiziert genug, um etwas beitragen zu können. Aber in der Politik geht es doch um nichts anderes als um die Frage, wie wir unser Zusammenleben gestalten – und zusammenleben, das tun wir doch alle, zum Mitreden reicht das allemal. Das stellt sich dann in diesen Gesprächen auch schnell heraus: Jede und jeder hat Ideen, Vorstellungen, die er oder sie beitragen kann. Nicht immer ist alles sinnvoll, manches ist interessant, mit vielem lässt sich arbeiten. Die einzige, die wunderbare, die spektakuläre und allumfassende Lösung, die hat eh niemand.

Vielleicht ist deshalb das Demokratiemobil – ein vom Kreisjungedring zu demokratischen Zwecken umgebautes Feuerwehrauto – so ein schöner Ansatz (hier zu einem Beitrag, den der BR mal über das Ding gemacht hat). Demokratie ist nicht immer todernst, da kann man auch spielerisch und mit ein bisschen Witz rangehen. Dank dem schönen Wetter bei der Kulturdult konnte man zum Beispiel seine Meinung mit Tischtennisbällen kundtun (wobei auch die Allerkleinsten schon mit Begeisterung ihre Eltern unterstützt haben: „Ja, genau, den weißen Ball DA rein!“), beim Rätseln über bayerische PolitikerInnengesichter ins Diskutieren kommen, Kinder konnten bei einem Spielchen ihre eigenen Rechte besser kennenlernen. Damit ist die demokratische Kultur vielleicht noch nicht auf alle Zeiten gerettet. Aber vielleicht helfen solche Aktionen doch dabei, den Leuten bewusster zu machen: Demokratie, Politik, das sind gar nicht sooo schwere Themen, da kann man schon ein bisschen mitmischen – man muss nur damit anfangen. Und: Die Demokratie ist doch wirklich was wofür es sich lohnt, sich einzusetzen. Danke Sylvia, Theresa und Max, dass ihr mit dem Demokratiemobil dabei wart!

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