Newsletter Nr. 2: Rückblick auf’s erste Quartal und Vorschau auf Kommendes!

Liebe Berg am Laimer DemokratInnen,

die Sommerpause ist vorbei, nun geht es demokratisch wieder in die Vollen: am 24. September ist Bundestagswahl! Unser Stadtteil zeigt übrigens eine im stadtweiten Vergleich notorisch schwache Wahlbeteiligung – helft mit und überzeugt Menschen davon, wie wichtig es für unser Zusammenleben ist, sich einzubringen! Sprecht mit Freunden, Nachbarn, Bekannten darüber! Oft ergeben sich so auch wirklich interessante Gespräche…

Die nächste Veranstaltung der Initiative im Berg am Laimer Jahr für Demokratie passt dann auch genau zum Thema: gemeinsam mit der Initiative Netzwerk-Mitte (Sprecher ist Philipp Eder) organisieren wir am Wahltag ein Public-Viewing zur Bundestagswahl – zusammen und parteiübergreifend fiebern wir den ersten Hochrechnungen entgegen! Die Sache findet im Schneider Bräuhaus (Baumkirchnerstr. 5) ab 16:30 Uhr statt. Noch genauere Infos gibt es in der nächsten Rundmail.

An dieser Stelle können wir bereits einen ersten Rückblick auf die bisherige Arbeit der Initiative wagen. Denn: ein Viertel des Jahres für Demokratie ist schon vorbei, drei gemeinsame Aktionen haben wir schon gemeistert! Das waren:

Am 17. Juni: der Discussion-Corner am „Tag der offenen Gesellschaft“ (mehr Infos hier). Wir haben es uns mit Limo und Kuchen im öffentlichen Raum gemütlich gemacht, denn Demokratie gehört auf die Straße! Es gab Diskussionen, auch unterschiedliche Vorstellungen und Meinungen, aber immer war gegenseitiger Respekt zu spüren. Mit dazugestoßen ist übrigens die spannende Initiative Go Europe. Toll, was es gerade alles an Engagement für Europa und für Demokratie gibt! Sollten wir das nicht mal wiederholen?

Am 8. Juli: das Fest für Demokratie – mit Musik von der wunderbaren Band „Radio Europa“, die immer wieder für begeisterten Applaus gesorgt hat. Mit Diskussionen an den von Winfried Eckardt (Leiter der Münchner VHS-Ost) organisierten und von zehn weiteren ModeratorInnen unterstützten Demokrati(e)schen. Mit einer Kunstaktion, der „Demokratiewäscheleine“, in die Welt gehoben von Tom Garrecht (streitfeld). Mit Kinderaktionen, einem internationalen Buffet – und der Podiumsdiskussion zwischen den SpitzenkandidatInnen zur Bundestagswahl im Münchner Osten Margarete Bause (Grüne), Manfred Krönauer (FDP), Dr. Wolfgang Stefinger (CSU), Claudia Tausend (SPD), Brigitte Wolf (Linke). Viel Lob und Beifall gab es hinterher von vielen Seiten für Format und Organisation – vielen Dank auf diesem Wege nochmals an alle Beteiligten, das war wirklich ein Kraftakt! Und auch, wenn die Anstrengungen noch etwas konstanteres Wetter und noch etwas mehr BesucherInnen verdient gehabt hätten, so war doch das Wichtigste vielleicht der Effekt, den man direkt nach der Veranstaltung beobachten konnte: die Menschen standen noch zusammen und redeten, über Demokratie, Politik und Zusammenleben. Und genau darum ist es ja gegangen. Mehr Fotos vom Fest (alles Fotos © Tom Garrecht) gibt es übrigens hier zu sehen.

Am 7. August: das Open-Air Kino für Demokratie, vielleicht die bisher schönste (weil wetterstabile!) Veranstaltung. Mit der Vorführung des Spielfilms „Suffragette – Taten statt Worte“ – es geht um den Kampf um das Frauenwahlrecht im England des frühen 20. Jahrhunderts – haben wir uns einmal mehr den öffentlichen Raum erobert. Und dazu gezeigt, dass man Vergnügen und die Auseinandersetzung mit der Frage, wie wir zusammenleben wollen, durchaus verknüpfen kann: bei Limo, Chips und Popcorn haben wir zuerst über die gesellschaftliche Verantwortung von Kunst diskutiert. „Kunst muss erstmal gar nichts, sonst ist es nicht Kunst“, meint Sophia Mainka, Studentin an der Akademie der bildenden Künste. Aber eine Kunst, die sich nicht am Puls gesellschaftlicher Entwicklungen bewegt, läuft ins Leere, schiebt Stadträtin und Geschäftsführerin vom Pelkovenschlössel Julia Schönfeld-Knor hinterher. In jedem Fall braucht Kunst Freiheit, das sahen auch Designer Tom Garrecht und BR Musikredakteurin Evi Strehl so: Freiheit zum Widerspruch, Freiheit, auch unbequeme Themen in Angriff zu nehmen – so wie eben der gezeigte Film, den wir dann in einer schönen (aber frischen, brr…) Vollmondnacht genossen haben.

Da waren doch schon wirklich schöne Sachen dabei – vielen Dank auf diesem Wege nochmals an die vielen HelferInnen, die das Zustandekommen der Veranstaltungen erst möglich gemacht haben! Gemeinsam bringen wir die Bedeutung des Einsatzes für Demokratie ins Bewusstsein der Menschen zurück!

Mit diesen Aktionen im Rücken können wir auch schon einen kurzen Blick auf die weiteren Veranstaltungen des nächsten Demokratiejahr-Quartals – neben dem Public-Viewing – blicken: vom 24. bis zum 28. Oktober findet die Demokratiewoche im Maikäfertreff (Bad-Schachener-Str. 69) statt. Hier stellt Wally Hopf, die Leiterin des Maikäfertreffs, ein echtes Wahnsinnsprogramm auf die Beine: Vorträge, Diskussionstreffen, Graffitiaktion, Besuch der Moschee in Berg am Laim, buntes Fußballturnier, ein internationaler Abend mit Tanz und Musik… Mehr Infos gibt es im Maikäferblatt. Außerdem am 20. November die 30. Gedenkveranstaltung für die Deportierten und Ermordeten aus der ehemaligen „Heimanlage für Juden in Berg am Laim“, die maßgeblich durch die Friedensgemeinschaft Berg am Laim organisiert wird und von 19 bis 21 Uhr im Altersheim der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul (St.-Michael-Str. 16) stattfindet. Wie es aussieht haben wir darüber hinaus noch eine weitere tolle Veranstaltung für unser Programm (voraussichtlich im Oktober) dazugewonnen: die AG „Schule ohne Rassismus“ des Michaeligymnasiums Berg am Laim, unter Leitung von Stefan Fischer, möchte eine Veranstaltung mit Bernd Niebrügge (Sonder- und Auslandskorrespondent der ARD und Pate der AG) zum Thema „Fake News“ organisieren. Ein super Projekt!

So, da bleibt mal wieder einiges zu tun, deshalb verlieren wir hier nicht länger viele Worte. Nur zwei Hinweise noch: es ist Zeit für ein Treffen der Initiative – was ist passiert, wie läuft’s, und wo wollen wir hin? Ganz demokratisch geht es hier zur digitalen Terminfindung. Tragt euch ein, schaut einfach mal vorbei! Und wie immer die Bitte: wenn ihr die Initiative gut findet, wenn ihr hinter der Idee steht, dass Menschen lokal und vor Ort sich mit Demokratie auseinandersetzen sollten, dann macht Werbung für unsere Initiative, tragt die Idee weiter! Je größer wir werden, desto mehr können wir erreichen. Gemeinsam!

Mit herzlichen Grüßen,

Jenni Brichzin

Sprecherin der Initiative

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