Kann Kunst sich raushalten, wenn’s brenzlig wird? Die DiskutantInnen stellen sich vor

Statt Werbung gibt es beim Open Air-Kinoevent am kommenden Montag, den 7.8., in Berg am Laim am Grünen Markt (bei Baumkirchnerstr. 26) was Interessanteres: eine Diskussion mit örtlichen Kulturschaffenden zum Thema „Kann Kunst sich raushalten, wenn’s brenzlig wird?“ Die Diskussion startet um 20 Uhr und geht etwa eine Stunde, um ca. 21 Uhr startet dann der Spielfilm „Suffragette – Taten statt Worte“. Hier stellen sich schonmal die DiskutantInnen kurz vor:

Tom Garrecht, Designer / Teamtrainer / Künstler aus dem Berg am Laimer Kunst-Vorzeigeprojekt, der Kunstwohngemeinschaft streitfeld:
Als Gestalter ist er spezialisierter Generalist für visuelle Kommunikation und ausgewiesener Experte für die Gestaltung und Implementierung von Corporate Design Programmen mit globaler Reichweite. Er hält ein Diplom in Kommunikations-Design der Hochschule Mannheim und eine Master of BusinessTraining, MBT. Tom Garrecht war als Designer, Creativ Director und Trainer von Produkt-Entwicklungsteams in großen und mittelständischen Unternehmen tätig. Als Design Coach lehrte er an der TongJi Universität Shanghai, der UIC, School of Design, University of Illinois at Chicago und der Hochschule Aalen. Er hält Vorträge und Workshops zu den Themen: Corporate Design / Corporate Type / Usability Engineering / Design for Intranet and Extranet / Design mit dem Blick auf’s Ganze. Seit 2006 arbeitet er freiberuflich und selbständig als Fotograf, Designer und Teamtrainer. 2010 engagierte er sich für die Künstlergenossenschaft KWW eG, die in Münchner Osten eine ehemalige Kleiderfabrik kaufte und zu einem Atelierhaus mit Wohnungen und Werkstätten umgebaute. Dort in seinem Atelier in der Streitfeldstraße entwickelt er neben angewandten Design- und Fotografie-Projekten, freie künstlerische Projekte, wie z.B. die Mit-Mach-Aktion für die Nachbarn im Quartier: „100 Dinge erzählen von Berg am Laim, ein wachsendes Stadtteil-Archiv“. Tom Garrecht denkt und handelt nach dem Prinzip: „a holistic approach to reality“ — was soviel heißt wie „…gestalten mit Blick auf das Ganze“.

Sophia Mainka, in Berg am Laim aufgewachsen, jetzt Studentin an der Akademie der bildenden Künste in München:

Sophia Mainka, geb. 1990, Studium der Philosophie an der LMU München 2010-2012 , Studium der Bildhauerei bei Professor Stephan Huber an der AdbK München seit 2012. In ihren Installationen , Zeichnungen und Videos arbeitet sie zum Thema Wohnen und Einrichtung , untersucht wie wir mit den uns umgebenden Objekten leben und welchen Einfluss sie auf uns haben. Sophia Mainka nimmt an der Diskussion teil, um die notwendige Freiheit der Kunst zu manifestieren, und um mich dafür einzusetzen, dass die Betrachter der Kunst ohne Angst vor Unverständnis einer offenen Kunstform begegnen können.

Julia Schönfeld-Knor, Stadträtin und stv. Sprecherin im Kulturausschuss:

mehr Infos folgen

Eva Strehl, Musikredakteurin beim Bayerischen Rundfunk (v.a. Digitalprogramm BR Heimat,  www.BR-Heimat.de), lebt in Berg am Laim.
Neben Ihrer Arbeit beim BR ist Eva Strehl als Sängerin und Musikantin (Zither, Akkordeon, Drehleier) unterwegs, moderiert verschiedene Volksmusikveranstaltungen und ist gelegentlich als Singleiterin (Valentin-Musäum) und Referentin bei Gstanzl-Workshops engagiert. Bei der Diskussion ist ihr Ziel, Interessierte zum

(© Uwe Block und Bärbel Steinbigler)

kreativen Liedermachen nach bayerischer Art anzuleiten, wobei sowohl das traditionelle Gstanzl (à la Roider Jackl) als auch der Gstanzl-Rap ihr Thema sind. Im Gstanzl kann man sehr gut Missstände aller Art benennen und aufgreifen. In der bayerischen Volksmusik gab und gibt es zwei Strömungen: So hat vor allem der legendäre „Roider Jackl“ die „Einmischung bzw. das Kritik üben“ in Form von Gstanzln bekannt gemacht, z.B. als singender Nockherberg-Prediger. Damit setzte er die Tradition fort, dass im Wirtshaus ungestraft in Gstanzlform über die Obrigkeit hergezogen wurde. Im Gegensatz dazu wurden in der Volksmusikpflege nach dem zweiten Weltkrieg oft alle Ecken und Kanten vermieden und eher eine heile Welt vorgespiegelt. Vor allem Lehrer wurden als „Liedermacher“ bekannt – ihr Ziel war die Erziehung zum Guten und Schönen.

Die Veranstaltung findet auch bei Regen statt, dann im angrenzenden Pfarrsaal St. Michael (Baumkirchnerstr. 26).

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